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Norwegian lehnt IAG-Offerte ab

Tonic73

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#1
Gerade erst hatte der British-Airways-Mutterkonzern IAG verlautbaren lassen, den Billigflieger Norwegian, immerhin Europas drittgrößter Low Cost Flieger, übernehmen zu wollen, da kommt auch prompt die Reaktion der Norweger. Diese lehnen das Angebot schlichtweg ab. Ein Verkauf sei nicht beabsichtigt.
 

ctulhu

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#3
Nicht wirklich. Der Chef hält 26,5% und damit eine Sperrminorität der Aktien... Wenn er nicht will, dann wird sich die IAG die Zähne daran ausbeissen....
 

Tim_in_the_air

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#4
Guter Punkt, kenne die Aktionärsstruktur nicht genau. mit 100% würde man wohl eh Probleme bekommen nehme ich an.
 

Tonic73

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#5
Na im Grunde reichen 50,01 % zur Übernahme. Allerdings kann ein Aktionär mit einer Sperrminorität Beschlüsse verhindern. Dass er genau das tun will hat Kjos ja auch mit klaren Worten kommuniziert. Aber 5% an Norwegian ist sicherlich kein ganz schlechtes Investment. Ob IAG die Geschäfte besser führen würde darf durchaus bezweifelt werden...
 

Tonic73

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#6
Das Ganze geht nun wohl in die zweite Runde. IAG hat sich die Übernahme wohl fest vorgenommen und plant nun eine "unfreundliche Übernahme". Wie diverse Medien schreiben, hat der Konzern, zu dem derzeit Aer Lingus, British Airways, Iberia, Level und Vueling gehören, die Investmentbank JP Morgan mit einem Mandat beauftragt. Sie soll Lösungen finden, wie er rund 4,4 Milliarden Euro aufnehmen kann. Ein Teil des Geldes soll für den Kauf der Norwegian-Aktien verwendet werden, ein Teil zur Übernahme der hohen Schulden von Norwegian. Kjos und das Management halten zusammen über die HBK Holding 26,8 Prozent der Aktien.
 

Tonic73

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#8
Gute Frage, ich kann mich nicht mal mehr dunkel an die letzte gelungene feindliche Übernahme im Airline-Bereich erinnern... American & Air Canada ging in die Hose, American und TWA glaube ich auch... Schon sind wir in den 80ern...
 

Tim_in_the_air

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#9
Bei den Margen im Flugverkehr. Macht das überhaupt Sinn?
Denke weniger, dass es hier um riesige Margen geht, als um das Thema Wettbewerb. Man wird sonst wohl einfach gezwungen sein die Preise zu drücken und dann arbeitet man wohl weniger profitabel. Wenn man aber den Wettbewerb kontrolliert, hat man hier wohl bessere Chancen.
 

ctulhu

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#10
Denke weniger, dass es hier um riesige Margen geht, als um das Thema Wettbewerb. Man wird sonst wohl einfach gezwungen sein die Preise zu drücken und dann arbeitet man wohl weniger profitabel. Wenn man aber den Wettbewerb kontrolliert, hat man hier wohl bessere Chancen.
Die IAG Gruppe ist doch eigentlich in anderen Märkten aktiv als Norwegian.

Sinn macht der Zukauf nur dann, wenn es
a) darum geht, neue Märkte zu erschliessen
b) ins Billigsegment eizusteigen bzw die Vormacht auszubauen.

Da Norwegian selten Monopolanbieter ist bzw zu sein scheint und auch nicht im Premiumsegment unterwegs ist, wird es schwer, die Preise wirksam nach oben anzupassen - also das, was die LH-Gruppe auf vielen Verbindungen in Zentraleuropa durchzieht...

Eine Übernahme gegen den Willen der Eigner...
 

Tim_in_the_air

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#11
Naja, was heißt in anderen Märkten? Beide sammeln in Europa fleißig die Gäste ein und fliegen sie über den großen Teich. zudem bietet Norwegian mittlerweile ja einige non-stop Vernindungen zwischen kleineren Städten und der Ostküste an.
Denke also, dass hier schon ein wenig Kokurrenz herscht. Auf der anderen Seite ist man ja mit Level und Vuling schon aus Spanien herraus ziemlich aktiv.
 

ctulhu

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#12
Genau das ist das Problem. Es herrscht Konkurrenz bei den Transatlantikern. Nur, wenn Norwegian in IAG aufgeht, entsteht dadurch kein Monopol, dass für Preissteigerungen zwingend wäre.

Dazu kann Norwegian als Billigfluggesellschaft nicht mal eben die Preisschraube anziehen. Das können nur die Premiumgesellschaften. Nur, die sind auf direkten Flugverbindungen defacto keine Konkurrenz.

Woher sollen also die zusätzlichen Margen herkommen, die eine feindliche Übernahme rechtfertigen würden?